Ökodörfer / Kommunen
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Ökodörfer / Kommunen

„Wenn wir nicht das Unmögliche tun, werden wir das Undenkbare erleben.“
Petra Kelly, Mitbegründerin der Grünen in Deutschland (1947 – 1992)

Wir leben in einer Welt, die geprägt ist von Anonymität und Desinteresse füreinander, von Zeitmangel, Hektik und Unruhe. Unser Leben ist ausgefüllt mit vielen Stunden Arbeit pro Tag, ohne die wir unseren Lebensstandard nicht aufrechterhalten können. Struktur- und haltlos wie wir sind, werden wir von der verlockenden Scheinwelt des Fernsehens und Kinos mitgerissen und merken dabei nicht, dass wir vergessen, unser eigenes Leben zu leben. In unserer globalisierten Welt kommen wir uns klein und verloren vor, und weil wir keine kleinen Gesellschaftsstrukturen mehr haben, die uns Halt, Sicherheit und Geborgenheit geben, sehen wir oft nicht die Auswirkungen unseres Handelns, weshalb wir uns unserer Verantwortung nicht bewusst sind.

Es gibt einen Ausweg aus dieser Situation. Würden wir Menschen uns wieder zu kleinen Gruppen zusammentun, in der sich alle füreinander verantwortlich fühlen, könnte unsere Welt schon bald ganz anders aussehen. Kommunen oder Ökodörfer sind Lebensgemeinschaften von Menschen, die sich oft mit dem Ziel bilden, ein menschenwürdigeres Leben zu führen. Viele solche Gemeinschaften führen eine gemeinsame Ökonomie und sie streben einen möglichst hohen Grad an Autarkie an. Viele bauen zum Beispiel ihre Nahrung selber an, bauen selber Häuser etc. Oft entstehen solche Lebensgemeinschaften aus gemeinsamen Ideologien. Gemeinsame Ziele können beispielsweise sein, möglichst umweltverträglich zu leben, mehr Zeit für Kinder und alte Leute zu haben, ein naturverbundenes und spirituelles Leben zu führen usw. Neben der Tatsache, dass eine Kommune Rückhalt, Geborgenheit und Sicherheit bieten kann, ist diese Lebensweise auch Ressourcen schonender als das Leben in Kleinfamilien oder Singlehaushalten. Vieles kann geteilt werden, beispielsweise Fahrzeuge, Küche, Bücher, Zeitschriften, Fernseher, Computer etc. Zudem werden durch Selbstversorgung Transportwege und Verpackungsmaterial gespart.

Im Laufe der Zeit könnte ein Netzwerk von vielen verschiedenen Kommunen entstehen, die alle im Austausch miteinander stehen. Bestehende und gut funktionierende Gemeinschaften könnten neu entstehenden beim Aufbau helfen und ihre Erfahrung weitergeben.

Sicher wäre es eine Illusion zu glauben, dass sich ein solches Projekt so ohne weiteres realisieren lässt. So etwas braucht bestimmt gewisse Anstrengung, Kreativität, Zeit, die richtigen Leute und die nötigen finanziellen Mittel. Was es aber vor allem braucht, ist der ungebrochene Wille jedes Einzelnen und die Überzeugung, hinter einem solchen Projekt stehen zu wollen, welche Hindernisse einem auch immer in den Weg gestellt werden mögen. Wenn dieser Wille vorhanden ist, wird es auch immer einen Weg geben!

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