Shambala-Vision
„Wenn
einer alleine träumt ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam
träumen, ist es der Beginn einer neuen Wirklichkeit.“
Friedensreich Hundertwasser, österreichischer
Künstler (1928 - 2000)
Wir haben eine Vision von einem Leben jenseits
des Konsumwahns und der Oberflächlichkeit, der gedankenlosen
Zerstörung der Natur und der zunehmenden Entfremdung der
Menschen untereinander, welche in unserer westlichen Welt Einzug
gehalten haben.
Wir stellen uns ein Leben in einer Gruppe von
Menschen vor, welche tiefer gehen möchten, welche nicht nur
an der Oberfläche des Lebens kratzen, sondern das Leben als
etwas Grösseres und Umfassenderes begreifen als bloss unsere
physische Existenz; Menschen, welche im Einklang mit ihrer Seele
und der Natur leben möchten.
Wir stellen uns ein kleines Dorf irgendwo in
den Bergen vor, an einem wunderschönen und ursprünglichen
Ort, fernab der grossen Städte und Verkehrswege, weit weg
von Hektik, Lärm und Abgasen. Hier lebt diese kleine Gemeinschaft,
welche sich aus Menschen jeden Alters zusammensetzt. Respekt vor
den anderen Menschen und vor allen Lebewesen ist einer ihrer Grundsätze,
was auch den Grundsatz der Gewaltlosigkeit nach sich zieht. Die
Bewohner sind Menschen, die die Verantwortung für ihr Tun
übernehmen und die sich des Einflusses ihrer Handlungen auf
andere Menschen, auf die Natur und auf die nachkommenden Generationen
bewusst sind.
Das Dorf
ist so aufgebaut, dass im Zentrum ein Gemeinschaftsgebäude
steht, in welchem sich gemeinschaftlich genutzte Räume wie
die gemeinsame Küche, die Bibliothek, einige Gästezimmer
etc. befinden. Die Menschen leben in ihren Familien oder in WG’s
in einzelnen Häusern, die alle mit etwas Abstand voneinander
liegen, um die Privatsphäre jedes Einzelnen zu wahren. Die
Häuser sind in charmantem Stil erbaut und fügen sich
harmonisch in die Umwelt ein, sie sind gleichzeitig aber auch
aus umweltverträglichen Materialien erbaut und darauf ausgerichtet,
möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Sie sind kunstvoll
gestaltet und untereinander durch kleine Wege verbunden, welche
durch eine Vielfalt an verschiedenen Nutz- und Zierpflanzen gesäumt
sind. Die ganze Anlage ist sehr ästhetisch gestaltet und
gleichzeitig von dichter und abwechslungsreicher Vegetation umgeben,
wobei auch die Prinzipien des Feng Shui und der Geomantie berücksichtigt
wurden. Viele Kleintiere, Vögel und Insekten werden durch
die artenreiche Vegetation angezogen und finden Lebensraum in
der Umgebung des Dorfes. Der Ort ist von unbeschreiblicher Schönheit
und Harmonie, wodurch er einen sehr hohen Energielevel aufweist.
Die Bewohner sind sich bewusst, dass ihre Umgebung grosse Auswirkungen
auf ihr Wohlbefinden und auf ihr spirituelles Wachstum hat, weshalb
sie sie mit äusserster Sorgfalt behandeln.
Die Menschen bauen ihre rein pflanzliche Nahrung
in Permakultur und ohne künstliche Spritz- und Düngemittel
an. Die Gemeinschaft ist fast vollkommen autark, viele Produkte
wie Kleider und Pflegeprodukte etc. stellen sie selber her. Die
Energie wird aus Solar-, Wasser- und Windanlagen bezogen. Zusätzlich
gibt es innerhalb der Kommune eine Forschungsgruppe, die sich
mit Forschungen über erneuerbare Energien beschäftigt
und diesbezüglich im Austausch mit anderen Lebensgemeinschaften
steht, welche sich ebenfalls mit diesem Thema auseinander setzen.
Mit diesen Lebensgemeinschaften werden auch Güter ausgetauscht,
wobei eine alternative Währung verwendet wird, welche nicht
verzinst wird. Die Kommune verkauft ihre Erzeugnisse auch an Aussenstehende,
um die Kosten decken zu können, welche für nicht selbst
hergestellte Produkte und andere Ausgaben anfallen.
Innerhalb der Kommune werden viele verschiedene
Arbeiten verrichtet, von den Forschungsarbeiten, therapeutischen
und künstlerischen Tätigkeiten über Kindererziehung
bis zu Nahrungsmittelanbau und –zubereitung. Auch wenn in
der restlichen Welt diese Tätigkeiten einen völlig unterschiedlichen
Stellenwert haben und es gewaltige Unterschiede in Bezug auf die
Bezahlung gibt, wird innerhalb der Kommune keine Tätigkeit
über die andere gestellt, da jede Tätigkeit ihren Sinn
hat und somit auch die Wertschätzung aller verdient. Die
Bewohner führen eine gemeinsame Ökonomie, wo jeder gibt
was er kann und nimmt was er braucht. Durch den hoch entwickelten
Gerechtigkeitssinn und die Ehrlichkeit der Bewohner gibt es keinen
Missbrauch dieses Systems. Wenn jemand krank ist, kuriert er sich
aus, so lange er braucht, um gesund zu werden. Wenn ein Paar ein
Kind bekommt, nimmt es sich die Zeit, die es braucht, um liebevoll
für ihr Kind zu sorgen. Wenn jemand einen alten Menschen
pflegt, steckt er seine anderen Arbeiten in der Kommune zurück
und nimmt sich die Zeit, um dem geliebten Menschen einen möglichst
angenehmen und würdevollen Abschied von dieser Welt zu ermöglichen.
Die Menschen haben neben der Arbeit genügend
Zeit für sich selber. Viele Kommunenmitglieder betätigen
sich mit kreativen Tätigkeiten. Sie malen, musizieren, stellen
handwerklich Zier- und Nutzgegenstände her. Selbst einfache
Dinge werden kunstvoll verziert. Einerseits macht der kreative
Ausdruck die Menschen glücklich, andererseits entstehen dabei
qualitativ hoch stehende und wunderschöne Dinge. Die Kommune
bietet den Bewohnern Raum und Zeit, um auch mal allein zu sein,
nachzudenken, einfach mal still zu sein und inne zu halten. Auch
hat jeder Bewohner das Recht, sich für einige Zeit im Jahr
zurückzuziehen, um alleine zu meditieren oder um einfach
ein bisschen Zeit mit sich selbst oder mit seiner Familie zu verbringen.
Dazu dient eine kleine Hütte auf einer nahe gelegenen Alp,
die zum Grundstück gehört. Als Gegenpol dazu gibt es
die Geborgenheit der Gemeinschaft, in der jeder für jeden
da ist und alle am gleichen Strang ziehen. Die Menschen haben
die Gelegenheit zum ungezwungenen Zusammensein, sie musizieren
und tanzen zusammen, führen Diskussionen oder sitzen einfach
gemeinsam an einem Feuer und geniessen den Moment. Allgemein spielt
sich ein grosser Teil des Lebens draussen ab, was die Menschen
stark mit der Natur verbindet und ihnen Kraft gibt.
Die Bewohner essen aus innerer Überzeugung
vegan und vollwertig, wobei alle Nahrungsmittel selbst angebaut
werden. Auf Alkohol, Tabak, Kaffee und andere Drogen verzichten
sie freiwillig, weil sie sich ohne diese Dinge besser und freier
fühlen und einen klaren Kopf bewahren können. Dieser
Verzicht ist auch Ausdruck des Verantwortungsgefühls für
die eigene Gesundheit, wodurch die Bewohner auch ihrem eigenen
Wunsch entsprechen, anderen nicht durch vermeidbare Krankheit
zur Last zu fallen. Zudem brauchen sie keine Ablenkung durch solche
Genussmittel, da sie alle mit Freude und ohne Druck ihre Arbeit
verrichten und im Einklang mit den Lebenszyklen leben. Neben der
gesunden Ernährung, dem Verzicht auf Drogen und dem gelassenen
Lebensstil üben sich viele Bewohner auch in Bewegungskünsten
wie Tai ji oder Qi Gong zur Erhaltung ihrer Gesundheit.
Die medizinische
Versorgung wird durch eigene Therapeuten der Naturheilkunde und
der Traditionellen Chinesischen Medizin sichergestellt. Es steht
aber auch jedem Bewohner frei, die medizinische Versorgung ausserhalb
der Kommune in Anspruch zu nehmen. Da die Kommunenmitglieder einen
gesundheitsbewussten Lebensstil pflegen und im Einklang mit der
Natur leben, kommt es selten zu Erkrankungen. Die Bewohner blicken
dem Tod ohne Angst entgegen, da sie ihn bloss als Übergang
in einen anderen Zustand ihres Daseins ansehen. Dadurch wünschen
sie sich auch nicht, bei schwerer Krankheit um jeden Preis am
Leben erhalten zu werden. Somit erübrigt sich die hoch technisierte
und kostenintensive Apparatemedizin, welche das Leben von todkranken
und leidenden Menschen verlängert, auch wenn dies den Betroffenen
selbst mehr schadet als hilft.
Die Kommune bietet den Kindern einen geschützten
Rahmen und ein liebevolles und naturnahes Umfeld zum Aufwachsen.
Sie betreibt eine eigene Schule, in welcher die Kinder möglichst
vielseitig gebildet und gefördert werden. Die Bildung und
Erziehung der Kinder schliesst viel kreative Tätigkeit und
Musik mit ein. Zudem lernen die Kinder schon früh die Zusammenhänge
in der Natur kennen. Anstatt im Wettbewerb gegeneinander zu stehen
und sich ständig aneinander zu messen, werden die Kinder
dazu erzogen, einander zu unterstützen. Spiele wie Fussball
oder Ähnliches, in denen es Verlierer und Gewinner gibt,
kennen diese Kinder nicht, da die Philosophie von Gewinnern und
Verlierern, von besseren und schlechteren Menschen nicht der Philosophie
der Lebensgemeinschaft entspricht. Vielmehr trainieren sie ihr
Körperbewusstsein mit Körperübungen wie Tai ji
und Qi Gong, mit Tanz und mit Koordinationsspielen. Ein wichtiger
Aspekt in der Erziehung ist die Förderung des kritischen
Denkens. Die Kinder lernen viele verschiedene Ansichten über
einen Sachverhalt kennen und müssen nicht bloss die gängige
Lehrmeinung auswendig pauken. Zudem nehmen sie aktiv am Alltag
der Kommune teil, so verrichten sie auch kleinere Arbeiten für
die Gemeinschaft. Sie machen dies mit Freude, da sie selbst auch
einen Beitrag zum Zusammenleben leisten möchten und dabei
viel Praktisches für ihr Leben lernen können. Sie werden
von allen Kommunenmitgliedern als vollkommene und wertvolle Mitmenschen
angeschaut. Ihre Ideen werden ernst genommen und bereichern das
Kommunenleben.
Viele Bewohner beschränken sich auf ein
Kind pro Paar oder sie adoptieren ihre Kinder, da sie sich der
Überbevölkerung als wichtiger Faktor bei der Umweltzerstörung
bewusst sind. Ausserdem vertreten sie die Meinung, dass ein Kind
sich optimal entwickeln kann, wenn es von seinen Eltern und anderen
Bezugspersonen viel Aufmerksamkeit bekommt, was bei kleinen Kinderzahlen
besser möglich ist als in Grossfamilien. Gleichzeitig besteht
aber nicht die Gefahr der Vereinsamung der Kinder, da es mehrere
Kinder gibt in der Kommune.
Alte Menschen nehmen weiterhin am Kommunenleben
Teil und bilden durch ihre Lebenserfahrung und Weisheit einen
wichtigen Teil der Gemeinschaft. Sie bleiben in der Kommune weiterhin
tätig, soweit es ihre Kräfte zulassen. Wenn sie krank
werden oder ihre Kräfte nachlassen, bekommen sie Betreuung
von den anderen Bewohnern. Eine ihrer wichtigen Aufgaben ist die
Unterstützung in der Kindererziehung, da ihre Erfahrung und
Weisheit hier ganz besonders wertvoll ist. Zwar liegt die letztendliche
Verantwortung für die Kinder bei den Eltern, aber die Kinder
werden nicht als Eigentum ihrer Eltern betrachtet. Die Eltern
sind sich bewusst, dass es für die Kinder vorteilhaft ist,
verschiedene Bezugspersonen zu haben und besonders auch von der
Erfahrung älterer Menschen zu profitieren.
Die Bewohner gehören keiner Konfession oder
Religion an, sie führen keine sinnentleerten Rituale aus
und beten keine Gottheiten an. Sie sind der Überzeugung,
dass jeder Mensch seine göttliche Quelle in sich selbst entdecken
kann. Viele der Bewohner üben sich in regelmässiger
Meditation.
Unter den Bewohnern gibt es keinen Smalltalk,
kein gedankenloses Geplapper, kein Herziehen übereinander.
Sie schätzen die Ruhe, die ihnen ihr Umfeld bietet und setzen
ihre Kräfte lieber für anderes ein als für oberflächliche,
nutzlose Unterhaltungen. Gleichzeitig bietet die Kommune ein gutes
Umfeld für tiefe Gespräche, welche die Menschen einander
näher bringen.
Vieles, was in der restlichen Welt zum täglichen
Leben gehört, ist in der Kommune kein Thema. Zwar nutzen
auch die Kommunemitglieder technische Errungenschaften wie Fernsehen
und Computer, jedoch werden diese gezielt eingesetzt. Die Bewohner
haben kein Interesse an der künstlichen Welt von Hollywood-Filmen,
Fernsehserien, Computerspielen etc. Auch mit dem Klatsch und Tratsch
über Stars und Sternchen möchten die Kommunemitglieder
nicht ihre Zeit vergeuden, und es wird keinen Idolen aus der Musik-/Film-/Sportszene
nachgeeifert. Sie leben lieber ihr eigenes Leben und machen ihre
eigenen Erfahrungen.
Die Kommune stellt für ihre Bewohner ein
geschütztes Umfeld dar, aus welchem sie Kraft schöpfen
und das ihnen Geborgenheit und Sicherheit gibt. Trotzdem möchten
sie sich nicht völlig aus der restlichen Welt zurückziehen,
sondern sie möchten ein Beispiel für eine nachhaltige
und friedliche Lebensweise geben und andere Menschen dazu inspirieren,
es ihnen gleich zu tun. Sie setzen sich auch ausserhalb der Kommune
für Themen wie Umweltschutz, Frieden, Gerechtigkeit, Gewaltlosigkeit,
Menschen- und Tierrechte, Veganismus etc. ein.
Wir glauben
daran, dass sich ein solches Projekt realisieren lässt, wenn
sich genügend Leute mit der aufrichtigen inneren Überzeugung
zusammentun und sich mit Liebe und Hingabe der Realisierung widmen,
während sie sich von ihrer Intuition leiten lassen. Wir glauben
an die Liebe und an ein friedliches Leben, genauso wie daran,
dass ein Leben im Einklang mit der Natur möglich ist. Wenn
du dich von unserer Vision angesprochen fühlst, nimm mit
uns Kontakt auf.
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