Massenproduktion
& Billigware
Massenproduktion
und Billigware greifen immer mehr um sich, während die Qualität
der hergestellten Produkte immer mehr abnimmt und im Hintergrund
oft auch viel Leid und Umweltzerstörung mit den Billigprodukten
verknüpft ist. Leider pflegen viele Menschen, sich über
diese Zustände zu beschweren, während sie beim nächsten
Einkauf dann wieder nach dem günstigsten Produkt greifen.
Es ist leicht, diese Zustände zu kritisieren, aber wenn es
um den eigenen Geldbeutel geht, lassen viele plötzlich all
die Vorbehalte beiseite. Tatsache ist aber, dass wir alle mit
unserem Konsumverhalten bestimmen, welche Produkte hergestellt
werden. All die Kämpfer und Pioniere, die qualitativ hoch
stehende und umweltfreundliche Erzeugnisse aus der Region anbieten,
können nur überleben, wenn es genügend Kunden gibt,
die bei ihnen einkaufen. Klar ist, dass ein Produkt mehr kostet,
wenn es von Menschen hergestellt wird, die einen fairen Lohn für
ihre Arbeit erhalten, als ein Produkt, das von Menschen in der
dritten Welt unter sklavenähnlichen Bedingungen produziert
wird. Auch sind Produkte günstiger, welche aus Ländern
stammen, wo keine Umweltbestimmungen eingehalten werden. Leider
machen die Transportkosten oft nur einen kleinen Teil des Verkaufspreises
aus, auch wenn das Produkt um die halbe Welt geflogen wird, wobei
der Gütertransport die Umwelt sehr stark belastet und die
langen Transporte in vielen Fällen eigentlich völlig
unnötig wären. Dazu kommt, dass Länder wie die
Schweiz sich völlig abhängig machen von anderen Ländern.
Das Wissen um die Herstellung von vielen Produkten geht bei uns
verloren, weil die Produkte aus dem eigenen Land viel zu teuer
sind im Vergleich zur Ware aus dem Ausland, so dass bei uns fast
niemand mehr Interesse hat, Produkte im Inland herzustellen. Wir
Schweizer glauben von uns, ein gebildetes Volk zu sein, können
aber die einfachsten Gegenstände nicht mehr herstellen. Gleichzeitig
gefährdet der Konsum von im Ausland hergestellten Produkten
unsere Arbeitsplätze, wobei Arbeitslose weniger Geld zur
Verfügung haben und dadurch eher zum billigsten Produkt greifen,
womit der Teufelskreis perfekt ist. Aber da die Schweiz ja bekanntlich
ein WTO-Mitglied ist, dürfen wir uns nicht dagegen wehren,
dass unser Land mit Billigware aus dem Ausland überschwemmt
wird!
Auch die Produktionsmenge ist ein wichtiges Kriterium
für den Preis. Je mehr vom gleichen Produkt hergestellt wird,
desto billiger wird auch der Preis. Es fragt sich, ob wir Lust
haben, uns mit Massenware einzudecken, die die sonst schon schwerreichen
Grosskonzerne noch reicher machen, oder ob wir für eine Vielfalt
an qualitativ hochstehenden Produkten einstehen und kleine, idealistische
Unternehmen unterstützten, welche sich für eine bessere
Welt einsetzen und leider oft genug um ihr Überleben kämpfen
müssen. Jeder von uns hat diesbezüglich die Wahl, ob
er mit seinem Konsumverhalten gesunde, umwelt- und sozialverträgliche
Produkte unterstützen will, oder ob er sein Geld lieber für
massenweise produzierte Billigware einsetzt und dabei Qualitätseinbussen,
die Zerstörung der Umwelt sowie das Leid von vielen Menschen
und Tieren in Kauf nimmt. Jede Entscheidung zählt, also überleg
dir gut, wo du dein Geld ausgibst!!!
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