Bevölkerungsentwicklung
Die Schweiz
ist eines der am dichtesten besiedelten Länder der Welt.
Obwohl wir der Natur fast alles genommen haben und es bei uns
praktisch keine ursprünglichen Landschaften mehr gibt (die
meisten unserer Wälder sind Nutzwälder), schaffen wir
es bei weitem nicht, uns selbst zu ernähren mit den zur Verfügung
stehenden Nutzflächen (was neben der Überbevölkerung
auch mit unserer Ernährungsweise zu tun hat, siehe dazu auch
unter Veganismus / Hunger &
Nahrungsmittelverschwendung). Aber anstatt einen langfristigen
Rückgang der Bevölkerung anzustreben, ermuntern uns
unsere Politiker lieber, weiterhin fleissig Kinder zu produzieren,
um die AHV zu sichern.
Leider wird bei Diskussionen über unsere
Umweltprobleme praktisch nie der Zusammenhang mit der Überbevölkerung
thematisiert. Tatsächlich spielt aber die Bevölkerungsdichte
eine grosse Rolle dabei, denn schliesslich wurden mit wachsender
Bevölkerung immer mehr Wälder gerodet, um Baustoffe
und Heizmaterial zu gewinnen und Anbauflächen für unsere
Nahrung zu erschliessen. Zudem wurden auch Flüsse begradigt
und Sumpflandschaften zerstört, um noch mehr Platz für
den Nahrungsanbau zu haben. Unser Ökosystem kam dadurch total
aus dem Gleichgewicht und die Folgen davon bekommen wir nun immer
mehr zu spüren. Natürlich produzieren mehr Menschen
auch mehr Müll und Abgase und sie benötigen mehr Energie,
sie leisten somit einen grösseren Beitrag zur Umweltzerstörung.
Hier eine Statistik über das Wachstum der schweizerischen
Bevölkerung:(1)
| Jahr |
Bevölkerungszahl |
|
| 1600
(ca.) |
1 Mio |
|
| 1830
|
2 Mio |
230
Jahre später |
| 1892
|
3 Mio |
62
Jahre später |
| 1929
|
4 Mio |
37
Jahre später |
| 1956
|
5 Mio |
27
Jahre später |
| 1967
|
6 Mio |
11
Jahre später |
| 1994
|
7 Mio |
27
Jahre später |
| 1998
|
7,13
Mio |
|
Die weltweite
Bevölkerungsentwicklung zeigt im Verhältnis ein ähnliches
Bild:(2)
Jahr
|
Bevölkerungszahl |
|
200'000
–
10’000 v. Chr |
5
Mio |
|
| 0 |
¼
Mia |
|
| 1000 |
½
Mia |
|
| 1800 |
1 Mia |
|
| 1930 |
2 Mia |
130
Jahre später |
| 1960 |
3 Mia |
30 Jahre
später |
| 1974 |
4 Mia |
14 Jahre
später |
| 1987 |
5 Mia |
13 Jahre
später |
| 1999 |
6 Mia |
12 Jahre
später |
Diese Zahlen
zeigen, dass die Bevölkerungszahlen in den letzten Jahrhunderten
und vor allem im 20. Jahrhundert richtiggehend explodierten. Unsere
Erde hat eine unabänderbare Grösse, weshalb auch das
Bevölkerungswachstum seine Grenzen hat. Wir sollten es wohl
nicht noch mehr auf die Spitze treiben, denn es ist jetzt schon
etwas ungemütlich in diesen riesigen Menschenmassen. Wenn
wir trotzdem sorglos weiter wachsen, wird es irgendwann zur Katastrophe
kommen.
Neben den
ökologischen Folgen hat die Überbevölkerung aber
auch einen Einfluss auf unser soziales Leben. Viele Menschen leben
heute in der Anonymität von Städten, eingepfercht in
Hochhäusern, in einer Umgebung, die mit nichts mehr an die
ursprüngliche Natur erinnert. Wenn sie dann mal ihre Städte
verlassen und beispielsweise in die Berge flüchten, finden
dort nicht selten richtige Massenwanderungen statt, die nichts
mehr mit Stille, Einsamkeit und Erholung in der Natur zu tun haben.
Ist es nicht traurig, dass wir in unserem Land
fast nirgends mehr die Möglichkeit haben, einen natürlichen
Wald zu besuchen? Ist es nicht ärgerlich, dass man sich fast
nirgends zurückziehen kann, wo man seine Ruhe hat? Wäre
es nicht langsam Zeit, die Zahl der Vertreter der menschlichen
Spezies soweit zu senken, dass wir der Natur wieder ihren Anteil
zurückgeben könnten?
(1) www.ecopop.ch/A4BEVOELKSCHWEIZ/bevolkschweizentw.html
(2) Unser ausgebrannter Planet, Thom Hartmann, Riemann-Verlag,
S. 35 - 42
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