Wald
„Wenn
irgendein Mensch stirbt, läuten die Glocken. Wenn der Wald
stirbt und mit diesem ein ganzes Volk zugrunde geht, rührt
kein Mensch die Finger.“
Viktor Schauberger, österreichischer Förster
und Erfinder (1885 -1958)
„Das
Waldsterben ist nur die Spitze des Eisbergs und ein Spiegelbild
des tieferen Verfalls der Menschheit selbst.“
Ernst Krebs
Vor Zehntausend
Jahren war das gesamte Mittelmeergebiet mit Wäldern bedeckt.
Vor zweitausend Jahren waren die Wälder Nordafrikas so fruchtbar,
dass die Römer sie „die Kornkammer des Mittelmeeres“
nannten. Heutzutage finden wir dort nur noch trockenes Land und
Wüsten. Vor eintausend Jahren waren 80 % Europas bewaldet;
heute sind es nur noch 20 %, und bei einem Grossteil dieser verbleibenden
Fläche handelt es sich um industriell als Monokultur bewirtschaftete
Forstflächen, die weder die Artenvielfalt noch die Energie
eines natürlichen Waldes aufweisen. Weltweit gesehen schrumpfte
der Waldanteil von ursprünglich 75 % der Landoberfläche
bis zum Mittelalter auf 50 %. Im Jahre 1900 war dieser Anteil
weiter auf 35 % gesunken. Heute liegt der Anteil bei 25 %, und
immer noch geht uns jedes Jahr äquatorialer Regenwald in
der Fläche Belgiens verloren.(1)
Wälder
können riesige Mengen an Regenwasser speichern, wodurch auf
tiefer gelegenen Flächen Überschwemmungen verhindert
werden (Waldböden halten im Vergleich zu Grasland das Zehnfache
an Wasser zurück). Sie gleichen Temperaturextreme aus, wodurch
Leben auf der Erde überhaupt erst möglich wird (ohne
Regenwälder wären die Äquatorgebiete viel heisser
und die höheren Breiten viel kälter, ohne Wälder
wären auch die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht
sowie zwischen Sommer und Winter viel grösser). Sie versorgen
die Oberflächen der Böden mit Mineralien, was für
die Ernährung höherer Lebensformen von wesentlicher
Bedeutung ist, und sie bilden Humus und lassen das reiche Bakterienleben
entstehen, was wiederum Grundlage für eine grosse Artenvielfalt
ist. Die tiefen Humusböden der gemässigten Breiten wurden
über Hunderttausende von Jahren durch einen üppigen
natürlichen Wald gebildet. Innerhalb von einhundert Jahren
haben wir diese Flächen ruiniert – zunächst durch
die intensive Bewirtschaftung, später durch Vergiften mit
chemischen Produkten.
Nicht zuletzt
sind Wälder auch die grünen Lungen der Erde, welche
den für uns überlebenswichtigen Sauerstoff produzieren.
Werden Bäume gefällt, erhöht dies die Masse an
Kohlendioxid – dem Gas, das Hauptverursacher der Erderwärmung
ist. Bald könnten wir einen kritischen Punkt erreichen, an
dem es nicht mehr genug Wald gibt, um eine ausreichende Menge
an Sauerstoff zu produzieren, die ein Leben mit hoher Qualität
ermöglicht. Untersuchungen an fossilem Bernstein haben gezeigt,
dass die Luftblasen darin 38% Sauerstoff enthielten. Heute liegt
der durchschnittliche Sauerstoffgehalt der Luft bei 19%, in einigen
grösseren Städten ist er sogar auf 12% gefallen.(1)
Wälder
wurden bei uns aus verschiedenen Gründen abgeholzt. Einerseits
stieg die Bevölkerung ständig, was zu einer Steigerung
des Bedarfs an Brenn- und Bauholz sowie an Ackerland führte.
Auch wurden im Mittelalter sehr viele Bäume gefällt,
um Kriegsflotten zu erbauen.
Heute, wo
der ursprüngliche Wald bei uns verschwunden ist, roden wir
den tropischen Regenwald, um einerseits unseren Bedarf an Holz
und Papier zu decken, um Weideflächen für Nutztiere
zu schaffen, vor allem aber auch, um Ackerflächen zum Anbau
von Futtermitteln für unsere Schlachttiere anzubauen. Nicht
nur wird mit dem tropischen Regenwald der grösste Sauerstoffproduzent
der Erde zerstört, zusätzlich werden solche Nutzflächen
oft auch durch Brandrodung gewonnen, was zu einem hohen CO2-Ausstoss
führt. Auf diesen Flächen werden anschliessend Sojabohnen,
die später als Futter für unsere Schlachttiere nach
Europa und Nordamerika exportiert werden, in Monokultur angebaut.
Diese Monokulturen benötigen den massiven Einsatz von chemischen
Düngern und Pestiziden und fördern ausserdem die Bodenerosion.
Die Folge davon ist eine rasche Auslaugung der Böden. Bald
entstehen Wüsten und die Farmer verlassen die Flächen,
um neuen Regenwald zu zerstören und somit neue Anbauflächen
für ihre Futtermittel zu gewinnen.(2)
Für einen einzigen Hamburger müssen vier bis fünf
Quadratmeter Regenwald in Weide- oder Ackerland umgewandelt werden,
das binnen zwei bis drei Jahren zu Wüste wird!(3)
Mit dem Konsum
von tierischen Produkten ist also fast unweigerlich die Zerstörung
des tropischen Regenwaldes verbunden. Es wäre gar nicht möglich,
unseren hohen Konsum an tierischen Produkten aufrecht zu erhalten,
wenn wir unsere Nutztiere mit Futtermitteln aus unserem eigenen
Land versorgen und keine tierischen Produkte importieren würden.
Die Erzeugung von tierischer Nahrung braucht eine viel grössere
Fläche an Ackerland im Vergleich zu pflanzlicher Nahrung
(um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man 7 – 16 kg
Getreide oder Sojabohnen)(4), weshalb wir
in der Schweiz mit unseren begrenzten Ackerflächen auf Futtermittelimporte
angewiesen sind, wenn wir unsere Ernährungsweise beibehalten.
Wollen wir also wirklich etwas gegen die Abholzung des Regenwaldes
tun, konsumieren wir keine tierischen Produkte!
Als Folge
der Zerstörung des tropischen Regenwaldes kommt es zu Überschwemmungen,
instabilem Klima, Erosion und zur Wüstenbildung. Trotzdem
fahren wir munter damit fort und nehmen in Kauf, dass der Lebensraum
für eine unglaubliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren sowie
für Naturvölker unwiederbringlich verloren geht. Wir
zerstören damit ein höchst komplexes Ökosystem,
unsere natürliche Klimaanlage, die grünen Lungen der
Erde und ein Stück atemberaubend schöne Natur.
Natürliche
Wälder sind mehr als bloss eine Ansammlung von Bäumen.
Sie haben einen hohen Energielevel und strahlen Harmonie aus,
sie vermitteln uns ein Gefühl von innerer Ruhe und innerem
Frieden, sie unterstützen uns Menschen bei der spirituellen
Transformation. Leider leben die meisten Menschen weit weg von
einer ursprünglichen Landschaft, wodurch wir den Bezug zur
Natur völlig verlieren. Der österreichische Naturforscher
Viktor Schauberger zeigte, dass Systeme mit einem hohen Mass an
Ordnung und Verschiedenheit ihre Stabilität verlieren, wenn
die Umwelt, in der sie sich befinden, einem Verfallsprozess ausgesetzt
ist. Wenn wir also unsere Umwelt zerstören, haben wir Menschen
auch moralischen und spirituellen Verfall zu erwarten.(5)
Umso mehr sollten wir uns für die letzten verbleibenden ursprünglichen
Wälder einsetzen!
(1) Das Verborgene
in der Natur – die wegweisenden Einsichten von Viktor Schauberger,
Alick Bartholomew, AT-Verlag, S. 184 - 188
(2) www.greenpeace.ch/fileadmin/user_upload/Downloads/de/Gentech/soja_report.pdf
(3) Vegetarisch leben – Vorteile einer fleischlosen Ernährung,
Armin Risi & Ronald Zürrer, Govinda-Verlag,
ISBN 978-3-906347-77-6, Preis CHF 8.-, S. 42, www.vegetarisch-leben.ch
(4) www.vegetarismus.ch/info/oeko.htm
(5) Das Verborgene in der Natur – die wegweisenden Einsichten
von Viktor Schauberger, Alick Bartholomew, AT-Verlag, S. 196
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